[Carsten Daerr Trio]
02 Februar 2010
Konzerte ganzjährig auf Anfrage
Carsten Daerr (p), Oliver Potratz (b), Eric Schaefer (dr)
Homepage: www.carstendaerr.de
MySpace: myspace.com/carstendaerr
Aktuelle CD: Wide Angle
Traumton Records 4537 / (soundfiles)
Veröffentlichung 26.03.2010
“… Berlin pianist Carsten Daerr’s Trio transfixed the twentysomething audience with the energy of an indie rock band. Capable of creating the elegant and the profound, they settled for the latter. Showing new ways of thinking and feeling about things is the defining task of a true artist, and Daerr did it - whatever you wanted to call his music.”
Stuart Nicholson, Guardian Unlimited 4 2007
Carsten Daerr Trio – Wide Angle
Reisen gehört zum Geschäft. Wer als Musiker nicht auf der Stelle treten will, sollte unterwegs sein, schließlich sind die wenigsten Künstler aus sich selbst heraus schaffende Originalgenies, die sich ohne den Austausch mit anderen Menschen und Kulturen weiter entwickeln. Das Carsten Daerr Trio war während der vergangenen Jahre viel auf Achse. „PurpleCoolCarSleep“ (2003), „Bantha Food“ (2005) und „Insomniac Wonderworld“ (2007) machten es möglich, Alben, die aufgrund ihrer sperrigen, mitreißenden Energie das Publikum neugierig werden ließen. Hier wurden Alternativen zur Lieblichkeit ähnlicher Formationen geboten, wurde Musik entworfen, die einem Versuchsaufbau glich, ohne dabei provisorisch zu wirken, und das Gefühl vermittelte, den Hörer an einer Grundlagenforschung zum aktuellen Stand kommunikativer Improvisation teilhaben zu lassen.
Das ging gut, weil das Carsten Daerr Trio zu diesem Zeitpunkt längst zu einem musikalischen Organismus zusammen gewachsen war, in dem jeder Beteiligte seine unentbehrliche Funktion zugewiesen bekam. Da war zum einen der Berliner Bandleader, der einst bei Kirk Nurock und Herbert Nuß gelernt, seine musikalischen Erfahrungen an der Seite von Kollegen wie Christopher Dell, Christof Lauer oder Bunky Green gesammelt hatte und sie nun in Form einer zunehmend abstrakt werdenden Formensprache sublimierte. Oliver Potratz wiederum, ein humorvoller Stoiker aus Hamburg am Kontrabass und umtriebiger Souverän des volltönenden Fundaments, der sonst mit Arne Jansen oder auch John Schröder seine Brötchen verdient, verordnete der Band eine Portion inspirierte Gelassenheit, die der Balance der Soundarchitektur zugute kam. Eric Schaefer schließlich, Workaholic, lustvoll bekennender Intellektueller und Fan kraftstrotzender Komplexität, darüber hinaus ein umsichtiger Komponist und beliebter Mitstreiter bei Kollegen wie Kalle Kalima, Michael Wollny, Arne Jansen und Ulrike Haage rundete das Trio mit polyrhythmischer Präsenz und einem Hauch von kreativer Anarchie ab.
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